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Bild von skeeze auf Pixabay

Ökonomie und Ökologie gehören eigentlich zusammen. Sie haben den gleichen Wortstamm: Oikos (gr.) bedeutet Haushalt und bei beiden geht es darum, mit Ressourcen zu haushalten. Weil in der Ökonomie jedoch zunehmend kurzfristige Interessen durchgesetzt werden, bleiben ökologische und soziale Belange immer weniger berücksichtigt - mit fatalen Folgen für Mensch und Natur.

Bei der Hans-Böckler Stiftung geht es um Arbeit - also um die Aktivität, die im Haushalt stattfindet, die im Austauschprozess zwischen Mensch und Natur vermittelt. Wie, so fragen sich die Wissenschaftler*innen der Stiftung, muss Arbeit organisiert werden, um ökonomische, soziale und ökologische Aspekte des Wirtschaftens wieder zusammen zu bringen?

In diesem Topic geht es darum, wie man Klimaschutz sozial gerecht gestalten kann, wie ein Investitionsprogramm aussehen sollte, das der Wirtschaft durch die Corona-Krise hilft sowie Mensch und Natur schützt, warum Mitbestimmung bei den notwendigen Umstrukturierungen wichtig ist und ob eine Ökonomie, die ohne Wachstum auskommt, trotzdem zu mehr Wohlstand führen kann.

Klimaschutz sozial gerecht gestalten

Die Klimapolitik der Bundesregierung und der EU geht zwar in die richtige Richtung. Allerdings sind die Pläne noch zu zaghaft und sozial unausgewogen.
Deutschland steht vor großen Herausforderungen: Um den Klimawandel zu bremsen, muss der CO₂-Ausstoß deutlich sinken, gleichzeitig soll der hohe Lebensstandard eines entwickelten Industrielandes erhalten bleiben. Schlüsselindustrien und damit Millionen von Beschäftigten stehen grundlegende Veränderungen bevor. „Die notwendige Transformation der europäischen Wirtschaft ist wahrscheinlich die grundlegendste seit der industriellen Revolution“, erklärt Sebastian Dullien, wissenschaftlicher Direktor des IMK. In dieser Situation sei eine engagierte Wirtschaftspolitik wichtiger denn je. Sie müsse nicht nur die richtigen Weichen stellen, sondern Wandel auch über Investitionen in die technische und soziale Infrastruktur voranbringen. „Nur wenn im Prozess der Klimawendel gut bezahlte Arbeitsplätze erhalten sowie neue geschaffen und die Lasten der CO₂-Reduktion nicht einseitig auf den ärmeren Teil der Bevölkerung abgewälzt werden, kann es gelingen, dauerhaft die Unterstützung einer Mehrheit der Bevölkerung für eine solche Politik zu sichern“, so Dullien.
In seinem aktuellen Jahresausblick überprüft das IMK, wie sich verschiedene wirtschaftspolitische Maßnahmen auswirken, die auf den Klimaschutz abzielen – darunter das Klimapaket der Bundesregierung, der Green Deal der EU-Kommission, Überlegungen der Europäischen Zentralbank (EZB), in ihren Aufkaufprogrammen „grüne Anleihen“ stärker zu berücksichtigen, sowie das „Arbeit von morgen“-Gesetz, mit dem Kurzarbeit in Umbruchphasen erleichtert und mit Qualifikation verknüpft werden soll.

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Ein nachhaltiges Investitionsprogramm für Deutschland

Die Corona-Krise bedeutet auch wirtschaftlich eine nie dagewesene Herausforderung für unsere Gesellschaft. Ökonom*innen verschiedener Lager fordern ein gemeinsames Investitionsprogramm, welches das Notwendige mit dem Nützlichen verbindet: Alte Technologien sollten nicht weiter gefördert werden; vielmehr sollten die Investitionen genutzt weren, um die Wirtschaft auf einen zukunftsträchtigeren Pfad zu bringen und die großen Herausforderungen: Decobarnisierung, Digitalisierung, demografischer Wendel anzugehen.

Im Podcast unten besprechen Marco Herack und  Prof. Dr. Sebastian Dullien das von ihm vorgeschlagene Investitionsprogramm für Deutschland und das Urteil des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) zum Anleihenkaufprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB).

Klimapolitik und Mitbestimmung - Den Strukturwandel gerecht gestalten

Unternehmensmitbestimmung kann dazu genutz werden, den wirtschaftlichen Strukturwandel im Interesse der Beschäftigten zu gestalten. Doch wie können Unternehmen mehr für den Klimaschutz tun, ohne dass darunter die Beschäftigten leiden? Wie können Gute Arbeit und Mitbestimmung im Zuge der Transformation gesichert werden? Darüber spricht Frederik Moch, Abteilungsleiter Struktur-, Industrie- und Dienstleistungspolitik, DGB-Bundesvorstand.

Was können Aufsichtsräte und Mitbestimmungsakteure in der Coronakrise und vor dem Hintergrund der Herausforderungen der sozial-ökologischen Transformation für Impulse setzen, um die Arbeitswelt gerechter zu gestalten? Im Video unten stellt die Zweite Vorsitzende der IG Metall, Christiane Benner, stellt 5 Thesen vor.

Geld für Konjunktur und Klima

Das neue Konjunkturprogramm der Bundesregierung bietet gute Ansätze für den Einstieg in eine transformative Agenda. Die Maßnahmen zur kurzfristigen Stabilisierung der Konjunktur sind dagegen schwächer ausgeprägt.

Derzeit ist es schwierig, den Überblick über die staatlichen Hilfsprogramme zur Stützung der Wirtschaft zu behalten. Nach Angaben der Bundesregierung summierten sich bereits bis Mai die beschlossenen Hilfsmaßnahmen von Bund und Ländern auf mehr als 400 Milliarden Euro. Während diese Summe vor allem dafür genutzt wurde, Liquidität bei den Unternehmen zu sichern und über großzügigere Regeln beim Zugang zur Kurzarbeit Beschäftigung zu stabilisieren, folgte Anfang Juni nun das erste echte Konjunkturpaket, wieder mit einem dreistelligen Milliardenvolumen. Mit den neuen Maßnahmen soll nun ganz ausdrücklich die Nachfrage angekurbelt werden.

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Transformation der Arbeitswelt - die arbeitsrechtliche Perspektive

Aus arbeitsrechtlicher Perspektive gibt es im Zuge der Transformation drei große Herausforderungen für Gesetzgebung und Unternehmenspraxis: Dekarbonisierung, Digitalisierung, Globalisierung. Dr. Johanna Wenckebach, wissenschaftliche Direktorin des Hugo-Sinzheimer-Instituts (HSI) der Hans-Böckler-Stiftung, analysiert im Vorfeld der Böckler Konferenz für Aufsichtsräte am 17. Juni 2020 die wichtigsten aktuellen Fragen und politischen Projekte und erläutert, welchen Einfluss die Coronakrise auf die Debatte hat.

Die Potenziale der Technik werden überschätzt, wir leben über unsere Verhältnisse

Nico Paech einer der  bekanntesten Vertreter der Postwachstumsökonomie hält die sozialökologische Revolution, die Idee vom grünen Wachstum und damit alle bisherigen Pläne für eine grüne Transformation für gescheitert. Im Vortrag unten rechnet er vor, daß beides, Wachstum und hinreichender Schutz der Ökosphäre nicht zu haben seien. Nur durch eine wohlstandsreduzierende Strategie, so Peach, können wir unser Überlebensprogramm implementieren.

Ist die Postwachstumsökonomie eine Lösung?

Müssen wir auf Wachstum, auf mehr Wohlstand verzichten, um die Natur zu schützen? Sollte man den gesellschaftlichen Verbrauch halbieren? Oder geht Klimaschutz auch, wenn wir unseren Lebensstandard nicht einschränken wollen und auf steigende Ressourceneffizienz setzen?

Marco Herack Sebastian Dullien und Marco Herack sprechen im Podcast unten über die Postwachstumsökonomomie und die Sinnigkeit eines CO2-Preises.

Böckler Topics

Soziale Ungleichheit: Die Schere öffnet sich


Zukunft der Demokratie: Politik und Arbeit


Europa: Wie denken wir uns Europe, wie sehen wir Europa?


Zukunft der Arbeit: Ideen sind das Wichtigste!


Mitbestimmung: Eine Forderung unserer Zeit


Nachhaltige Arbeit: Klimaschutz sozial gerecht gestalten


Böckler Port

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